Samstag, 24. Oktober 2009

Was für ein Tag...

Die verschwoerung nahm schon in seattle ihren lauf...

ich lief auf nem gehweg entlang und sah vor mir auf ner stromleitungen nen raben sitzen.
ich dachte mir: der sieht so aus als warte er auf mich um auf mich zu kacken! ohne scheiss, sowas passiert mir sicher, also schnell mal kurz ein schritt weiter nach links und weiter gelaufen, uns siehe da, wie von geisterhand haut der sack seine scheisse genau neben mich! grad nochmal gut gegangen!

2 tage spaeter, wieder in vancouver, will ich in die stadt. 20min auf den bus wartend, dann kam ne frau und sagte das der bus nicht kommen wird weil es einen unfall gab. ich dachte mir ok, passiert mal, auch wenns grad wieder mir passiert. es gibt ja nur hunderte buslinien in vancouver :)

in der stadt angekommen wollt ich schnell im starbucks wegen nem second hand laden fuer den baustellenjob im internet schauen...internet ging nicht. egal dachte ich mir, es gibt ja nur 100e starbucks in vancouver jetzt bin ich halt grad in dem wos nicht geht ^^

also schnell mal in den bus gestiegen und richtung skytrain gefahren. als alle ausstiegen wusste ich nicht dass des der letzte haltepunkt ist. ploetzlich erlischt das licht, ich ruf zum busfahrer ob hier ende sei. keine reaktion. ich lauf vor, er schliesst seine tuere ab und hoert meine rufe und so nicht mehr, anscheinend schwerhoerig. macht nichts, gibt bestimmt grad noch mehrere im bus eingeschlossene leute und jetzt hab ich halt mal das pech dass ich mit dem wahrscheinlich einzigstem schwerhoerigem busfahrer unterwegs war. nach 10min war ich draussen.

2 min spaeter am skytrain spricht mich son typ an der mich schon im bus ab und zu "begafft" hat. erst sagt er "you are hot", spaeter ob ich schwul bin. ich dachte mir echt was soll der scheiss. als ich nein sagte entschuldigte er sich und haute ab...

soweit sogut^^ mal sehen was die zeit bringt. ab jetzt wird alles positiv gesehen...

Freitag, 23. Oktober 2009

Seattle


Die entscheidung nach seattle zu fahren war recht kurzfristig. montag abend gabs den vorschlag, mittwoch morgen fuhr der bus...die story:

montag abend, 19 uhr. es gab abendessen. ich war mir siegessicher, nach dem essen den kampf gegen das wachsein zu gewinnen und mich schon gegen 8 uhr hinzulegen, damit ich noch ein bisschen schlaf abbekomme, bevor ich um 1.50 am morgen aufstehen musste um den bus zur pacific central station (busbahnhof) zu kriegen. gesagt, nicht getan. dauernd wach gewesen, langeweile, facebook, usw. letztendlich war das uhrlaeuten um 1.15 uhr das letzte was ich vor dem wecker hoehrte.

um 2.30 fuhr der nachtbus, um 3.00 traf ich mich mit holger vorm bahnhof und wir mussten mit offenen muendern und grossem entsetzten feststellen, dass dieser bis 5 uhr morgens geschlossen war. also schnell ein paar zeitungen geschnappt, ne trockene bank gesucht und hingehauen. holger musste geweckt werden, ich konnt nicht schlafen, mal wieder. um 5.50 war greyhound abfahrt, um 10 uhr kamen wir in seattle an nachdem wir die zolltortur uberstanden hatten.

zuerst suchten wir eine touri-info und wechselten geld. dann gingen wir zum public market, einem ziemlich beruehmten markt in der naehe des wassers. skurile sachen gabs zu kaufen und auch eine weltberuehmte fisch-wurf-show durften wir geniessen, kam uns irgendwie strange vor.

am nachmittag trafen wir dann lori, die uns zu jacks praxis fuhr und uns mit dem auto die stadt und die university of wahsington state zeigte. krasser campus und ziemlich viele einrichtungen fuer studenten, vor allem sportmaessig. zuhause angekommen traf ich dann noch paige, alissa und dana. laura ich kann verstehen wieso es dir gefallen hat, die familie ist echt richtig nett und witzig. sind noch in kirkland pizza essen gegangen und konnten uns gegen eine einladung, welche mir sehr unangenehm war, nicht wehren. aber die revanche wurde versprochen! da gibts fuer die kein drumrum!

nach einer nacht in laura's ex-austauschzimmer verliessen wir um 9 das haus, verabschiedeten uns auch von jacke, dem hund (energiebuendel) und wurden von lori nach downtown gefahren, wo wir zuerst aufs space needle hoch sind, nem schoenen aussichtspunkt. leider war das wetter nicht zuuuu gut, aber die sicht auf die stadt war geil.

danach noch schnell einen 1$ hotdog bei 7 11 verputzt und gingen dann in die weltberuehmte und kritisierte koerperausstellung Bodies - The Exhibition. ist schon ziemlich krass, vor allem weil des alles echte menschen wahren. richtig interessant und vielleicht nicht fuer jedermann waren in chemikalien eingelegte fetusse (?), vor welchen extra gewarnt wurde. nach etwa 1h faszinierendem umschauen machten wir uns auf in subway um mal die amerikanische kultur kennen zu lernen^^ war gewagt, aber wir bereuten nichts. danach gings nach chinatown und an der waterfront zurueck, von welcher wir spaeter den greyhoundbus suchten und heimfuhren. schlussendlich kamen wir 11 uhr an und ich gewann bei mcdonalds noch ne kleine pommes! kroenender abschluss.

ab montag kann ich hoffentlich bei ivo als "baustellenputzer" arbeiten bis die ski saison los geht.

gruss!


Freitag, 16. Oktober 2009

Der erste JOB!


Nun habe ich mir heute, nach knapp 7 tagen kraftaufreibendem hin- und herbewerben, doch noch einen job an land gezogen!
um 11.45 fuhr der shuttle-bus schnurstracks auf den cypress mountain, ein berg welcher nur ein paar kilometer ausserhalb downtowns liegt. angekommen, habe ich ein bewerbungsformular ausgefuellt und auf ein interview gewartet, welches wohl erfolgreich lief! bald bin ich...

***** LIFT BOY *****

die saison geht zwar erst dann los wann der winter los geht, voraussichtlich irgendwann ende november bis mitte dezember, jedoch hab ich den job schonmal in der tasche. geil!

innerhalb der ersten novembertage gibts bezahltes training. jetzt muss ich mich nurnoch um zeitsparende transportmoeglichkeiten kuemmern und vielleicht einen kleinen temporaeren job bis dezember.

mission accomplished!


Montag, 12. Oktober 2009

Lasset die Jobsuche beginnen

So, freitag war der letzte tag sprachschule, abgeschlossen mit einem koeniglichen fruehstueck unter alten klassenkameraden, bei denen im schnitt immer 2 wegen kater fehlen. eine vielfalt an wurst, brot (strawberry bread u.v.m.) und kaese war der boarding-Pass fuer wolke 7 in den genuss-himmel...

jetzt geht's also langsam auf arbeitssuche. angefangen am freitag nachmittag. das wochenende wirkte sich nicht foerdernd auf meine arbeitssuche aus, zudem heute am montag noch kanadisches thanksgiving ist. morgen kann ich wieder bewerbungen in der career zone, eine von der regierung gesponsorte institution fuer arbeitssuchende, drucken und somit auch austeilen. habe schon den ein oder anderen potentiellen job/arbeitgeber im auge und hoffe dass sich das zeitaufwaendige bewerben moeglichst bald auszahlt.

meine handynummer muesste auch bald kommen, dann bin ich komplett gewappnet!

soweit das neueste von mir. gruesse aus der ferne!

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Trip nach Squamish


Puhhh...wieder daheim. komme gerade aus squamish. naja eigentlich nicht direkt aus squamish (welches 50km noerdlich von vancouver liegt) sondern von dem daneben gelegenen berg, ein granitfelsen, bekannt als "the chief". er gilt als zweitgroesster granitfels der erde, nach dem bei gibraltar. aber nun mal von anfang an.

um 6 uhr klingelte der wecker. schnell laptop angeschmissen, schauen wann die naechste busverbindung zum skytrain fahert. 6.37 uhr. genug zeit, sich zu richten, zu waschen und zu fruehstuecken. gluecklicherweise habe ich am vorabend schon alles in meinen 70 liter rucksack gesteckt was mir auch irgendwie im unwahrscheinlichsten fall ein wenig nuetzlich sein koennte.
um 7.15 traf ich dann holger, einen work&traveler aus meiner gruppe an der pacific central station, in welcher wir uns ein greyhoundticket fuer nicht einmal 20$ kauften fuer hin- und rueckfahrt (aufgrund hostelling international rabatt - jeah). um 8 uhr losgefahren, um 9 uhr angekommen. leider verplant den busfahrer zu fragen ob er uns schon vor der haltestelle am fusse des wanderweges rauslassen koenne. egal, der naechste bus zurueck nach vancouver liess uns dann raus. ohne grosses gematsche den highway ueberquert, ein letzter blick nach oben, ein paar letzte zweifel aufkommen lassen und die letzten geschaefte erledigen, dann gings los.

um 9.40 uhr setzten wir uns in bewegung, top fit gegen den berg zu kaempfen. der erste teil des trails erinnerte uns an die steilen haenge des grouse mountains. spaeter flachte es ein wenig ab, insgesamt etwa 3-4km weg und etliche hoehenmeter. die natur zeigte sich mal wieder, wie gewohnt, von ihrer besten seite. kleine wasserfaelle und der bei mir so beliebte kanadische wald erleichterten mir die ueberwindung jedes hoehenmeters. erste felswaende ragten neben dem unausgebauten wanderweg zum peak 3, dem hoechsten gipfel, empor. die luft war kuehl, frisch und anscheinend recht gesund.
nach ein paar abzweigungen, fotos, witzigen unterhaltungen und trinkpausen landeten wir schliesslich um 11.20 uhr auf dem gipfel. bombasitische aussicht, dank des guten wetters. ein herrlicher blick auf die bucht, die umliegenden berge und die schneebedeckte gletscher in der ferne. eine erste fruehstueckspause und rumchillen foerdeten unsere regeneration, kraeftig genug zu neuen taten zu schreiten. nachdem wir dann auch den gipfel erkundet hatten und ein paar fotos raushauten machten wir uns auf dem weg zu peak 2, welcher ein paar meter unter uns lag.

dort angekommen gabs dann die sagenhafte felswand. eine klippe welche einige hundert meter in die tiefe ging und an deren kante man runterspringen koennte wenn man woelltete.
richtig krass, an der kante zu liegen und 1 meter vor einem gehts nur noch runter. ein holzstueck und ein stein machten sich auf den weg nach unten. ein weiterer fruehstuecksgang wurde zu sich genommen bei fast noch besserer aussicht, diesmal auch auf squamish.

gegen 15 uhr stiegen wir wieder ab. an einer stelle trafen wir ein rentnerpaar mit denen wir uns noch 15min unterhielten. sie kamen aus kanada, sind ihren soehnen hinterher-ausgewandert.
als wir unseren marsch fortsetzen wollten begegneten wir 10 meter weiter unten einen deutschen. wir tauschten uns aus. er war ein weltenbummler, schon fast ueberall gewesen, wohnen mit couchsurfing, ab und an arbeiten, mehr landwegnutzung als fliegerei. wahrscheinlich auch einen kleinen goldesel im keller. die woerter "uns so" fielen allerdings etwas oft ^^. wir liessen uns nichts anmerken.

nach einem harten abstieg, vor allem von der steigung her, kamen wir im tal an und besichtigten noch kurz "Shannon Falls", einen sicher 200m hohen wasserfall. Dann hatten wir noch 4 km (gefuehlte 20) vor uns, um neben dem highway richtung squamish zu laufen. nach der bergsteigerei, pardon, kacke. angekommen, erstmal 2 double cheeseburger und ne grosse pommes verdrueckt, danach in den bus eingestiegen und schoen gemuetlich nach vancity zurueck. ankunft: 19.45 uhr - ein langer tag.

war richtig witzig, und der wanderweg ist nur zu empfehlen, besonders wegen der aussicht und, wie immer, der natur. besonderst bei sonne absolut goil!

Gruesse an die Welt...

Montag, 5. Oktober 2009

Erste Oktoberwoche


Nun ist der oktober ins land gezogen. wie jeden freitag nach der schule gingen wir auch letztens mit ein paar jungs football spielen. walter, mein pm-teacher coachte uns und machte auf schiedsrichter, weil es sonst nicht aufging. im gegensatz zu letzem mal verbesserten wir uns und man konnte einen nie dagewesenen spielfluss spueren, welcher nicht nur zu mehr spass fuehrte sondern zu umso groessere enttaeuschung, als eine maedchen-hockey-mannschaft mit platzreservierung uns vom feld scheuchte. zur staerkung ging ich zum beruehmtesten hot-dog stand vancouvers, dem japadog, bei welchem schon der ein oder andere promi seinen hunger stillte.

samstag kam ich wie jedes wochenende recht spaet aus dem bett. um 2 uhr traf ich mich mit ivo in der stadt und wir schlenderten durch die strassen und den park, immer neue stories parat die ausgetauscht werden mussten. ein abschliessendes sushiessen war das i-tuepfelchen, bevor wir ins hostel gingen um sein gepaeck zu holen, damit er sich zur gastfamilie begeben kann.

sonntag kam ich wie jedes wochenende recht spaet aus dem bett. um 2 uhr ging ich zu einer zeremonie eines deutsch-kanadischen clubs, welche eine skytrain station weiter auf dem "deutschen platz" gehalten wurde. es kam volksmusikstimmung auf, die ein oder andere rede - auf deutsch - wurde auch gehalten. gut mal wieder die heimische sprache zu hoeren. abends gings dann wie jeden sonntag zum parkour. spass, kraftaufwand und eine schramme kennzeichnen den abend.

heute am montag ging ich nach der schule noch bewerbungen ausdrucken um sie diese woche bei diversen potentiellen arbeitgebern abzugeben. abends besuchte ich das hockey spiel der vancouver canucks gegen columbus, eine mannschaft aus den usa. obwohl vancouver mit 3:5 verlor, war es richtig wiztig, spannend und spektakulaer. die stadionatmosphaere ist umwerfend, schon am anfang, wenn die spieler vorgestellt werden. werde wahrscheinlich nochmal ein spiel besuchen, wenn auch nicht in unmittelbarer zukunft.

das war es vorerst einmal. gruesse ins deutschland

Freitag, 2. Oktober 2009

Nach einem Monat - erste kurze Zusammenfassung



Am 26. august um 18.40 uhr habe ich das flugzeug verlassen und war...in vancouver! schon im landeanflug sah ich die skyline, welche ich spaeter, auf der fahrt mit dem airport-shuttle ins hostel, nocheinmal bewundern durfte. mit einer recht grossen gruppe von travelworkern aus ganz deutschland sind wir von london nach vancouver geflogen und dann also ins hostel gegangen, in welchem ich drei naechste uebernachtet habe. waehrend dieser tage haben wir mit der partnerorganisation alle formalitaeten geklaert und tipps in schriftlicher form bekommen bezueglich der arbeitssuche. danach hat sich alles ein bisschen aufgeloest. meine travelworks-kollegen haben sich ein anderes hostel gebucht da das erste ausgebucht war und innerhalb der naechsten tage schonmal auf wohnungssuche gegangen. ich habe mich zu meiner gastfamilie begeben, bzw. die gastfamilie hat mich abgeholt und besuchte in den letzten fuenf wochen die sprachschule. die leute sind alle chillig drauf, der unterricht ist locker und witzig und man spricht recht viel englisch. die stadt wurde soweit auch schon erkundet und ich fuehle mich hier jetzt absolut eingelebt, nichts ist mehr fremd. aus der stadt raus gekommen bin ich bisher nur ein paar mal, darunter ein nachmittagsausflug in den lynn canyon park und auf den grouse mountain, dessen wanderungspfad zum gipfel, der grouse grind, beruehmtberuechtigt fuer seinen schwierigen anstieg ist. die natur hier ist erste sahne, weite waelder, wasserfaelle, fluesse...eine erste "inspiration" und motivation, mal tiefer ins landesinnere zu gehen, beispielsweise in einen nationalpark. ansonsten ist vancouver eine early-to-bed stadt, d.h. hier ist schon ziemlich frueh feierabend. die letzten zuege aus der innenstadt fahren kurz nach 1, um vorm club nicht in der langen schlange anzustehen geht man hier teilweise schon um 18 uhr rein. auch das bier ist hier ziemlich teuer und alkohol insgesamt, die pubs dafuer wicked!
jetzt schaue ich noch was die letzte sprachschulwoche bringt und vor allem, wie es mit der arbeitssuche klappt.
***ab sofort wird regelmaessiger gepostet***